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Ein Abend mit den Filmkunstwochen

11.08.2011 11:02 von Michi Linnninger

17:39 Uhr – bis zu diesem Moment sitze ich noch bequem auf meinem Bürostuhl und scherze mit den Kollegen. In der nächsten Sekunde: Stress pur! Um 18 Uhr "Hierankl" im Rio. Mit Steinbichler zum Filmgespräch. Das wird knapp, könnte aber auch mit den Öffentlichen noch klappen. Schnell den Bus gecheckt. Ugh. 1 min Abfahrt. Ich sehe nur noch die Rücklichter, als ich auf die Straße trete. Jetzt hilft nur noch das Auto: Schnell den nächsten Carsharing-Mini geschnappt - und pünktlich um 17:47 breche ich auf Richtung Rosenheimer Platz. Der Verkehr läuft prima, und um 57 bin ich am Gasteig. Direkt vorm Motorama gibt's auch schon nen Parkplatz für mich, um um 18:01 betrete ich das Kino.

Ganz Filmkunstwochen-Tradition, begrüßt Elisabeth Kuonen-Reich, die Kinochefin, schon die Gäste - und die sind zahlreich erschienen. Nur die vordersten Reihen frei, dahinter alle Sessel belegt! Ich freu' mich! Diese Freude wird noch größer, als mir Elisabeth eine Spezi an meinen Platz bringt! Wonderful Danke Dir! Bei Filmstart noch etwas Unstimmigkeit hinter mir, weil jemand zu spät kommt und auf dem Weg zum Sitzplatz an den Sitznachbarn vorbei muss. Eine Dame findet's offenbar unmöglich und sagt das auch – und dann versinken wir alle in der Chiemgauer Landschaft und werden Zeuge, wie die Filmfamilie peu-a-peu seziert wird, bis die Idylle im Hintergrund zur Farce wird. Uff, harter Tobak, aber zum Aushalten! Dann kommt der Regisseur. Das Publikum diskutiert eifrig mit. Keiner verlässt den Saal. Echtes Interesse, Nachfragen auch an Stellen, wo es wehtut, ehrliche Kritik. Ich bin überrascht! Die Diskussion geht im Foyer noch weiter, doch ich muss los. Foto gemacht, in die S-Bahn gesprungen.

Nächste Station: Das Neue Arena. Bin-Jip um 20:45 Uhr. Kim Ki-duk muss schließlich auch sein. Ich schaff' es gerade so. Erleichterung an der Kasse: Der Film läuft im großen Saal. Es interessiert sich also doch jemand für unsere "Megaperlen"! Rein ins Kino, und große Augen gemacht. So gut wie voll. Yeah! Und es kommen noch mehr! Der Film ist spitze! Und er kommt super in der kuscheligen Arena-Atmosphäre! Allerdings meldet sich nach Filmende mein Magen - doch die Cooperativa rettet den perfekten Kinoabend mit Zitronenhähnchen und einem Glas Helles.

23:30 Uhr. Sendling hat mich wieder. Und morgen? Da schau ich doch gleich vorm Schlafen nochmal schnell ins Programm …

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